Kitesurfen

Kitesurfen, auch Kiteboarden genannt, ist der neue Trendsport an deutschen Küsten. Immer öfter sind bunte Schirme über dem Meer zu sehen, an denen sich Sportler begeistert über das Wasser ziehen lassen, machmal sogar bis zu 20 Meter hoch. Diese neue Sportart ist nicht nur etwas für erfahrene Windsurfer oder Wellenreiter. Egal ob jung oder alt: Jeder ist fasziniert vom Kitesurfen. Selbst die Wasserscheuen, die ihre Zeit bislang lieber am Strand verbracht haben, zieht der neue Sport in seinen Bann.

Kitesurfen, so geht’s:

Der Sportler gleitet beim Kitesurfen auf einem Kiteboard über das Wasser. Das Board ist flach und widerstandsarm gebaut und lässt sich in beide Richtungen fahren. Hier liegt der Unterschied zum herkömmlichen Surfbrett, dass nur in eine Richtung gefahren werden kann. Beim Kitesurfen hängt die Größe des Boards immer vom Gewicht des Kiters und von der Windstärke ab. Fußschlaufen auf der Oberfläche sorgen für einen guten Halt bei der Steuerung. Damit das Kiteboard bei einem Sturz nicht wegtreibt, wird es mit einer Leine am Sportler befestigt.

Zur Grundausstattung beim Kitesurfen gehört neben dem Board natürlich auch der Lenkdrachen, das Kite. Der Sportler steuert ihn mit Hilfe mehrerer Leinen, die am Ende durch eine Lenkstange verbunden sind. Damit die Windkraft nicht nur auf den Armen des Kiters lastet, verbindet er den Lenkdrachen zusätzlich mit einem Hüftgurt. Beim Kitesurfen sind die Größe des Kites und die Länge der Leinen immer von der Windstärke abhängig: Stärkere Winde erfordern kleinere Drachen, denn sonst besteht die Gefahr, aus dem Wasser gerissen zu werden. Für alle, die noch keine Erfahrungen im Wassersport gesammelt haben, bietet sich ein Anfängerkurs in einer Kiteschule an. Hier gibt es Infos zu Material und Fahrtechniken und die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Gefahren beim Kitesurfen

Das Kitesurfen bietet einen hohen Spaßfaktor: Abenteuerliche Sprünge, aufregende Drehungen und riskante Manöver sorgen bei jedem Sportler für einen Adrenalinschub der besonderen Sorte. Neue und verbesserte Ausrüstung macht das Kitesurfen immer sicherer. Trotzdem entstehen durch mangelnde Erfahrung oder abgenutzte Ausrüstung immer wieder Unfälle, die nicht selten mit schweren Verletzungen enden. Nur, wer wirklich sicher mit Board und Drachen umgehen kann und über Windstärke und Umgebungsverhältnisse bescheid weiß, sollte sich an die gefährlicheren Stunts wagen. Selbstüberschätzung ist beim Kitesurfen fehl am Platz.

Bildquelle: M.E. / pixelio.de

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